Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul in Grünsfeld Grünsfeld
Die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Grünsfeld verfügt über ein fünfstimmiges Geläut. Die Glocken 1, 4 und 5 wurden im Jahr 1952 von Friedrich Wilhelm Schilling in Heidelberg zu zwei Glocken des Konstanzer Glockengießers Carl Rosenlächer hinzugegossen. In der Melodielinie erklingt das erweiterte Gloriamotiv.
In einem seitlich an den alten Chorraum der Kirche gestellten, sehr massiven und im gotischen Stil errichteten Glockenturm hängen die Glocken in einem Holzglockenstuhl. Im Zusammenhang mit der im Jahr 2020 durchgeführten Sanierung wurden alle Glocken mit einem neuen Klöppelsatz ausgestattet. Diese wurden nach Vorgabe des Instituts ProBell® gefertigt und über quasi Doppelgelenke eingehängt. Die vorhandenen Holzschallläden wurden umgearbeitet und innenseitig mit Schallreflexbrettern nachgerüstet. Die Ausführungsweise entspricht nunmehr den Empfehlungen des Beratungsausschusses für das Deutsche Glockenwesen.
Der Turm ist auf allen vier Seiten mit Uhrenzifferblättern bestückt. Unterhalb der Glockenstube steht ein stillgelegtes, elektromechanisches Uhrwerk der Osnabrücker Uhrenfabrik Korfhage & Söhne. Die Glocken 1 und 2 verfügen über ein Magnetschlagwerk und übernehmen den wiederholenden Stundenschlag. Die mit einem traditionellen Schlagwerk ausgerüsteten Glocken 3 und 4 tätigen den Viertelstundenschlag. Die Zifferblätter wurden restauratorisch aufgearbeitet und erhielten einen neuen blauen Farbanstrich.
Musikalische und technische Daten
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| Gießer | Gussjahr | Material | Ø in mm | kg | Nominal |
| 1 | Friedrich Wilhelm Schilling | 1952 | Bronze | 1393 | 1863 | es'-6 |
| 2 | C. Rosenlächer, Konstanz | 1862 | Bronze | 1260 | 1150 | f'-6 |
| 3 | C. Rosenlächer, Konstanz | 1862 | Bronze | 1020 | 640 | as'-6 |
| 4 | Friedrich Wilhelm Schilling | 1952 | Bronze | 894 | 463 | b'-6 |
| 5 | Friedrich Wilhelm Schilling | 1952 | Bronze | 802 | 343 | c"-6 |