Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul in Salem-Neufrach Salem
In einer sehr großen Glockenstube, welche in einem überhöhten Satteldach über dem Raum der Kirche platziert ist, hängen die sechs Glocken in einem modernen Holzglockenstuhl.
Die kleine e‘‘-Glocke ist klanglich gut in das bestehende Quintett eingebunden. Die Glocke verfügt aufgrund ihrer schweren Rippe (Rekonstruktion FWS – Birkenheide) über ein bemerkenswertes Klangvolumen. Besonders überraschend ist der Zusammenklang der Glocken von St. Peter und Paul mit den alten Glocken der benachbarten Markuskapelle. Die neue Glocke stellt sozusagen eine Verzahnung beider Geläute dar und ermöglicht ein beeindruckendes Plenum aller 8 Glocken, welches zu ganz besonderen Anlässen durchaus Verwendung finden könnte.
Die dem Heiligen Bernhard gewidmete Glocke ist sehr schön geziert und knüpft somit an den hohen künstlerischen Anspruch der von Herrn Seidel gestalteten Glocken an. Dieser Gestaltungswille war für den Beginn der 80er Jahre ungewöhnlich und stellt sich im Nachhinein als wegweisend heraus. Bis zum heutigen Tage ist es in unserer Erzdiözese guter Brauch, neue Glocken von Künstlern zieren zu lassen. In gleichem Maße wie die Prospektgestaltung einer Orgel kann eine hochwertig gezierte Glocke Ausdruck für die schöpferische Gestaltungskraft des Christentums sein.
Der Turm verfügt auf der Giebelseite über ein Uhrenziffernblatt. In den Uhrenschlag ist die große Glocke 1 integriert (Stundenschlag), die Glocken 3, 4 und 5 übernehmen den Viertelstundenschlag.
Musikalische und technische Daten
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| Gießer | Gussjahr | Material | Ø in mm | kg | Nominal |
| 1 | Glockengießerei Heidelberg | 1980 | Bronze | 1492 | 1175 | c’-4 |
| 2 | Glockengießerei Heidelberg | 1980 | Bronze | 1224 | 1061 | e’-4 |
| 3 | Glockengießerei Heidelberg | 1980 | Bronze | 1018 | 708 | g’-2 |
| 4 | Glockengießerei Heidelberg | 1980 | Bronze | 899 | 494 | a’-4 |
| 5 | Glockengießerei Heidelberg | 1980 | Bronze | 780 | 332 | c’’-3 |
| 6 | Br. Michael Reuter OSB | 2001 | Bronze | 646 | 188 | e’’-1 |