Kath. Pfarrkirche St. Cyriak in Bad Rappenau-Obergimpern Bad Rappenau-Obergimpern
Die Pfarrkirche St. Cyriak in Obergimpern verfügt über ein insgesamt sechsstimmiges Geläut. Die zwei großen Glocken stammen von der Karlsruher Glockengießerei, die vier weiteren Glocken wurden von der Gießerei F. W. Schilling in Heidelberg gegossen. Im Zusammenklang der Glocken erklingt ein erweiterter Moll-Septakkord.
In einem mittig über den Eingangsgiebel gestellten, hölzernen Glockenturm hängen die sechs Glocken in zwei Holzglockenstühlen. Die Glocken 3–6 hängen in einem neuen zweigeschossigen Douglasienholzglockenstuhl, welcher aus zwei Gefachen besteht und zweigeschossig ist.
Unterhalb der Glockenstube befindet sich das elektrifizierte Uhrwerk der Fa. Perrot. In den Uhrenschlag sind die Glocken 1, 3, 4 und 5 integriert. Die Glocken 3, 4 und 5 übernehmen den Viertelstundenschlag, die Glocke 1 den Stundenschlag.
Die in den Jahren 2012/13 durchgeführte Sanierung der Läuteanlage ist in allen Bereichen geglückt. Besonders erwähnenswert sind die nahezu idealen arbeitssicherheitstechnischen Verhältnisse. Die getätigten Baumaßnahmen innerhalb der Glockenstube haben zu einer hörbaren Verbesserung der Klangabstrahlung dieses qualitätvollen Geläutes geführt. Insbesondere ist mit der Zusammenfassung der beiden Glockenstuben zu einem Klangraum und der Auskleidung der Wände mit einer hinterlüfteten Holzverschalung eine nahezu optimale Turmstubenakustik geschaffen worden. Erst jetzt kann das sechsstimmige Geläut als ein zusammenhängendes Geläute wahrgenommen werden.
Aufgrund widriger Wetterverhältnisse bei der Prüfungsbegehung sind die Tonaufnahmen etwas "verblasen".
Musikalische und technische Daten
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| Gießer | Gussjahr | Material | Ø in mm | kg | Nominal |
| 1 | Karlsruher Glockengießerei | 1984 | Bronze | 1098 | 840 | f’+4 |
| 2 | Karlsruher Glockengießerei | 1985 | Bronze | 931 | 546 | as’+5 |
| 3 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1953 | Bronze | 8010 | 357 | c’’+4 |
| 4 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1953 | Bronze | 664 | 196 | es’’+4 |
| 5 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1953 | Bronze | 585 | 138 | f’’+5 |
| 6 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1953 | Bronze | 492 | 82 | as’’+4 |