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| Gießer | Gussjahr | Material | Ø in mm | kg | Nominal |
| 1 | Glockengießerei Heidelberg | 1962 | Bronze | 1117 | 912 | f’±0 |
| 2 | Glockengießerei Heidelberg | 1962 | Bronze | 983 | 621 | g’±0 |
| 3 | Glockengießerei Heidelberg | 1962 | Bronze | 878 | 493 | a’-2 |
| 4 | J. G. Scheichel, Salem | 1754 | Bronze | 730 | 250 | c’’±0 |
Kath. Pfarrkirche St. Martin in Mühlingen Mühlingen
Die Pfarrkirche St. Martin in Mühlingen verfügt über ein vierstimmiges Geläut. Drei neue Bronzeglocken der Gießerei Schilling wurden im Jahre 1962 zu der historischen Glocke des Gießers Johann Scheichel aus dem Jahr 1754 hinzugegossen, der Benediktusglocke, welche aus dem großen Salemer Geläut stammt.
Der mittig hinter den Chorraum der Pfarrkirche platzierte Glockenturm beherbergt die vier Glocken in einem historischen Holzglockenstuhl. Der Glockenstuhl besteht aus drei Gefachen. Im äußeren, rechten Gefach sind sogar noch die schmiedeeisernen Beschläge der so genannten Da Vinci-Lager vorhanden. Im Jahr 2020 erfuhr der Glockenturm eine umfassende Sanierung. Hierbei wurden in den oberen Turmetagen über den Einbau von neuen Treppen und Dielenböden nahezu ideale arbeitssicherheitstechnische Bedingungen herbegeführt.
Der Turm verfügt auf allen vier Seiten über Uhrenzifferblätter. Auf einem der Turmzwischengeschosse ist ein mechanisches Räderuhrwerk der Firma Schneider aufgestellt, welches zwischenzeitig elektrifiziert ist. In den Uhrenschlag sind alle vier Glocken integriert. Die Glocken 2, 3 und 4 übernehmen den Viertelstundenschlag, die große Glocke 1 den Stundenschlag. Es ist zu überlegen, ob die wertvolle historische Glocke zur Schonung aus dem Stundenschlag herausgenommen werden sollte.