Kath. Pfarrkirche St. Georg in Konstanz-Allmannsdorf Konstanz

Die Pfarrkirche St. Georg in Allmannsdorf verfügt über ein fünfstimmiges Geläut. Bei den Glocken 1, 2 und 5 handelt es sich um historische Glocken. Die Glocken 3 und 4 stammen aus der Glockengießerei Friedrich Wilhelm Schilling und wurden im Jahr 1956 in Heidelberg gegossen. In der Melodielinie erklingt das Idealquartett mit Oberoktave.
In einem seitlich an das Langhaus gestellten (wehrturmartigen) hölzernen Glockenturm hängen die Glocken an historischen, mit Schnitzwerk versehenen Holzjochen in insgesamt drei Holzglockenstühlen. Die Anlage erfuhr im Jahr 2015 eine umfassende Sanierung.
Der Glockenturm ist auf der Ostseite mit einem Uhrenzifferblatt bestückt.In den Uhrenschlag sind die Glocken 1, 2, 3 und 4 integriert. Die Glocke 1 übernimmt den Stundenschlag. Die Glocken 2, 3 und 4 tätigen den Viertelstundenschlag. Unterhalb der Glockenstube steht auf einem der Turmzwischengeschosse noch ein voll funktionstüchtiges (mechanisches) Uhrwerk der Firma Schneider, Schonach, aus dem Jahr 1933. Der Gewichtsaufzug ist elektrifiziert, das Zifferblatt wird über eine Elektromechanik betrieben.
Der ehemalige Glockensachverständige der Erzdiözese, Kurt Kramer schreibt in seinem im Jahr 1981 verfassten Gutachten: „Musikalisch verfügt die Kath. Pfarrkirche St. Georg in Konstanz-Allmannsdorf über ein sehr schönes, charakteristisches Geläut, das durch die Kombination der alten und neuen Glocken eine ganz eigenständige Klangansprache ent­wickelt. Das Gesamtmotiv gis', h', cis", e", gis" stellt das sogenannte Idealquartett mit Oberoktave dar und ist liturgisch vielseitig verwendbar. Sehr schön erklingt das Gloria-Motiv mit einer alten und zwei neuen Glocken (h', cis", e") das Te Deum mit den beiden alten und einer neuen Gloc­ke (gis', h', cis"), der Mollakkord cis", e", gis" und der Dur-Quart-Sext-Akkord h', e", gis". In Konstanz-Allmannsdorf bestätigte sich erneut eindrucksvoll, dass Glocken, auch wenn sie aus verschiedenen Jahrhunderten entstammen, musi­kalisch durchaus eine Einheit bilden können. Darüber hinaus erhält das Geläut durch die gelungene Mischung verschiedener Glockentypen einen unverwechselbaren, ausdrucksvollen Klangcharakter."

Musikalische und technische Daten

 

Gießer

Gussjahr

Material

Ø in mm

kg

Nominal

1

Oswalt Kisling, Biberach

1469

Bronze

980

700

gis’-3

2

unbezeichnet

um 1300

Bronze

835

380

h’+6

3

F. W. Schilling, Heidelberg

1956

Bronze

760

280

cis’’±0

4

F. W. Schilling, Heidelberg

1956

Bronze

710

257

e’’+2

5

Nachfolger von Nikolaus Oberacer, Konstanz

1570

Bronze

560

130

gis’’±0

Audio

Glocke 1

Glocke 2

Glocke 3

Glocke 4

Glocke 5

Plenum (nach der Sanierung)

Plenum (vor der Sanierung)

Video


Standort
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