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| Gießer | Gussjahr | Material | Ø in mm | kg | Nominal |
| 1 | G. Wolfart, Lauingen | 1948 | Bronze | 1470 | 1900 | c’+9 |
| 2 | Felix Koch (I), Salem | 1783 | Bronze | 1160 | 950 | es’+5 |
| 3 | Nicolaus Oberacer | 1513 | Bronze | 960 | 598 | a’+11 |
| 4 | Perner, Passau | 2010 | Bronze | 790 | 314 | c’’+13 |
| 5 | Perner, Passau | 2010 | Bronze | 700 | 223 | es’’+10 |
| 6 | vermutl. aus Lindauer oder Konstanzer Gießerei | 1701 | Bronze | 560 | 134 | g’’+14 |
Kath. Pfarrkirche St. Jodokus in Immenstaad Immenstaad
Im Zusammenhang mit dem 600-jährigen Jubiläum der Pfarrgemeinde St. Jodokus in Immenstaad wurde das seit vielen Jahren geplante Vorhaben einer Geläuteergänzung verwirklicht. Zielsetzung dieser Maßnahme war das in seiner Nominallinie ungewöhnlich weit gespannte und somit etwas zerrissen wirkende, vierstimmige Geläute musikalisch zusammenzuführen.
Durch das „Hineingießen“ zweier Glocken konnte nunmehr die kleine, mittelalterliche g‘‘-Glocke in die Melodie aller Glocken eingebunden werden. Eine besondere Herausforderung stellte die zu wählende Disposition der neuen Glocken dar. Die historischen Glocken wirken im Zusammenklang sehr heterogen und führen zu einer stark verschobenen Nominallinie. Besonders erwähnenswert ist die Vielzahl der möglichen Teilmotive, insbesondere der vier „kleinen“ Glocken. Diese ermöglichen erstmals einen differenzierten, auf die jeweiligen liturgischen Bedürfnisse abgestimmten Gebrauch der Glocken. Besonders anmutig erklingt der c-Moll-Akkord der Glocken 4, 5 und 6 zusammen mit der wohltönenden großen Glocke 1 der berühmten Glockengießerei Wolfart aus Lauingen.
Der Erfolg der getätigten Maßnahmen zeigt sich beim Abhören der Anlage von außen. Die kleinste Glocke 6 ist nun sehr deutlich im Plenum hörbar. Auch das Terzett der drei kleinen Glocken ist flüssig und angenehm ausgewogen. Die große Glocke 1, welche seither das Geläut sehr dominant übertönte, ist nun aufgrund des neuen Klöppels stark zurückgenommen und in ihrem Anschlagsverhalten und ihrer Klangentfaltung weicher und runder. Auch das Plenum erklingt wunderbar ausgewogen, wodurch die musikalischen Möglichkeiten dieses Geläutes eine deutliche Optimierung erfahren haben.
Die Glocken wurden von dem Künstler Wolfgang Eckert aus Furtwangen geziert. Die Plastizität und Feinheit der Gesichtszüge der Figurengruppen ist sehr beeindruckend. Die Platzierung und Auftragsstärke der Glockenzier auf dem Glockenkörper ist so gewählt, dass die Glocken keine musikalische Einschränkung erfahren. Die Zusammenarbeit zwischen Künstler, Bauherrschaft und Gießerei war konstruktiv und harmonisch und bildete letztendlich die Grundlage für dieses herausragende Ergebnis.
Musikalische und technische Daten
Glocke 1
Glocke 2
Glocke 3
Glocke 4
Glocke 5
Glocke 6
Quartett vorher
Sextett nachher