Kath. Pfarrkirche St. Johannes in Sigmaringen Sigmaringen

Die Pfarrkirche St. Johann in Sigmaringen verfügt über ein sechsstimmiges Geläut. Darüber hinaus befindet sich im Glockenstuhl noch eine siebte Glocke, die sogenannte Fidelis-Glocke aus dem 13. Jahrhundert, die ausschließlich per Hand geläutet wird. Das Geläut wurde in den fünfziger Jahren von der Gießerei Grüninger, Villingen, um vier Glocken ergänzt. Die Glocke 5 kam nach dem Zweiten Weltkrieg von Levertsweiler nach Sigmaringen. In der Melodielinie erklingt das sogenannte Ideal-Sextett.
In einem seitlich an den Eingang der Kirche gestellten massiven Glockenturm hängen die Glocken in einem zweigeschossigen Stahlglockenstuhl. Aufgrund der Resonanznähe der Glocken 4, 5 und 6 zur Eigenschwingung des Turmes wurden die Joche dieser Glocken zur Beeinflussung der Anschlagszahlen mit Obergewichten ausgestattet.
Der Turm ist auf vier Seiten mit neuen Uhrenzifferblättern belegt. Auf einem der Turmzwischengeschosse steht noch ein voll funktionsfähiges mechanisches Uhrwerk, welches das Schlagwerk der Glocken betreibt. In den Uhrenschlag sind alle sechs Glocken integriert. Die Glocken 1 und 2 übernehmen den wiederholenden Stundenschlag, die Glocken 3, 4, 5 und 6 den Viertelstundenschlag. Es erklingt das so genannte Westminster-Motiv.

Musikalische und technische Daten

 

Gießer

Gussjahr

Material

Ø in mm

kg

Nominal

1

Grüninger, Villingen

1950

Bronze

1630

2600

b°-2

2

Grüninger, Villingen

1950

Bronze

1390

1700

des’-5

3

Grüninger, Villingen

1950

Bronze

1220

1100

es’-3

4

Grüninger, Villingen

1950

Bronze

1000

600

ges’-3

5

J. Folmer (II), Biberach

1621

Bronze

955

550

as’-3

6

Grüninger, Villingen

1950

Bronze

845

360

b’±0

7

unbezeichnet

13. Jh.

Bronze

630

190

as’’-3

Audio

Glocke 1 (Hl. Meinrad)

Glocke 2 (Hl. Fidelis)

Glocke 3 (Hl. Maria)

Glocke 4 (Hl. Geist)

Glocke 5 (Hl. Johannes)

Glocke 6 (Hl. Josef)

Glocke 7 (Taufglocke, Handbetrieb)

Plenum (nach der Sanierung)

Plenum (vor der Sanierung)

Dokumente
Standort
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