Kath. Filialkirche St. Lukas in Kraichtal-Neuenbürg Kraichtal-Neuenbürg
Die Filialkirche St. Lukas in Neuenbürg verfügt über ein dreistimmiges Geläut. Die großen Glocken 1 und 2 sind von der Gießerei Bachert aus dem Jahre 1951, die kleinste, nach dem Weltkrieg verbliebene Glocke, stammt von H. Allmers, Bruchsal. In der Melodielinie erklingt das Te Deum Motiv.
Der Turm der Kirche ist der Überrest der ehemaligen Tiefburg der Herren von Remchingen, die Kirche selbst wurde 1468 erbaut. Es handelt sich hierbei um einen befestigten Kirchturm mit Schießscharten in den drei oberen Stockwerken, sog. Schlüsselscharten, außen nur 8 cm, innen 85 cm breit, wobei das Mauerwerk bis zu 1,70 m stark ist, was die baulichen Dimensionen des ehem. Bergfriedes deutlich zum Ausdruck bringt. Der Turm wurde bei einem Brand am Josefstag 1832 beschädigt und dann mehrere Meter abgetragen. Eine Renovierung erfolgte in den Jahren 1912/13.
Alle drei Glocken sind in den Uhrenschlag integriert. Glocke 2 und 3 übernehmen den Viertelstundenschlag, Glocke 1 den Stundenschlag. Unter der Glockenstube ist ein stillgelegtes, mechanisches Räderuhrwerk der Firma Korfhage aufgestellt. Es erscheint vollständig und könnte prinzipiell jederzeit reaktiviert werden.
Musikalische und technische Daten
| Gießer | Gussjahr | Material | Ø in mm | kg | Nominal | |
| 1 | Bachert, Kochendorf | 1951 | Bronze | 918 | 467 | b’+0 |
| 2 | Bachert, Kochendorf | 1952 | Bronze | 766 | 265 | des’’-1 |
| 3 | H. Allmers, Bruchsal | 1921 | Bronze |
|
| es’’-2 |
Glocke 1
Glocke 2
Glocke 3
Terzett