Kath. Pfarrkirche St. Silvester in Hüfingen-Sumpfohren Hüfingen-Sumpfohren
Die Pfarrkirche St. Silvester in Sumpfohren verfügt über ein vierstimmiges Geläut. Die Glocken 1-3 stammen aus der Glockengießerei Friedrich Wilhelm Schilling und wurden im Jahr 1957 zu einer vorhandenen Grüninger-Glocke hinzugegossen. In der Melodielinie erklingt das sogenannte Idealquartett.
In einem seitlich an den Chorraum gestellten mittelalterlichen Glockenturm hängen die Glocken in einem in der Basis bauhistorischen Bockstuhl. Die kleine Glocke wurde über einen stählernen Stuhlaufsatz im mittleren Gefach nach oben aufgesetzt.
In einem seitlich an den Chorraum gestellten mittelalterlichen Glockenturm hängen die Glocken in einem in der Basis bauhistorischen Bockstuhl. Die kleine Glocke wurde über einen stählernen Stuhlaufsatz im mittleren Gefach nach oben aufgesetzt.
Der Turm ist auf einer Seite mit einem Uhrenzifferblatt belegt. Die Glocken 1, 3 und 4 verfügen über ein elektromechanisches Schlagwerk. Der Viertelstundenanschlag wird von den Glocken 3 und 4 getätigt, Glocke 1 tätig den Stundenschlag. Auf einem der Turmzwischengeschosse steht ein stillgelegtes mechanisches Uhrwerk der Firma Schneider. Vier Etagen unterhalb der Glockenstube steht noch ein weiteres, sehr altes, ebenfalls stillgelegtes Uhrwerk.
Aus den Akten: nach Dr. Johannes Maier, Erzbischöflicher Orgel- und Glockeninspektor: „In der klanglichen Bewertung sind alle drei Glocken als glockenmusikalisch hochwertige Glocken anzusprechen. Ich habe bei dem Anhören derselben auf den Klöppelanschlag hin folgende Notizen gemacht:
Glocke I: Muttergottes-Glocke, eine prächtige, voll resonierende Marienglocke mit außerordentlich kräftig durchziehenden Unteroktavbereich, ein bestes Fundament für das Dreigeläut abgebend. Die Glocke ist bei all ihrer quellenden Resonanz in der Intonation ausgesprochen sonor und warm.
Glocke I: Muttergottes-Glocke, eine prächtige, voll resonierende Marienglocke mit außerordentlich kräftig durchziehenden Unteroktavbereich, ein bestes Fundament für das Dreigeläut abgebend. Die Glocke ist bei all ihrer quellenden Resonanz in der Intonation ausgesprochen sonor und warm.
Glocke II: St. Sylvester-Glocke, in der Resonanz feurig, im Klangcharakter mild, klar und rein, i.d. klanglichen Patina eine glaubensfrohe, Zuversicht weckende, dabei weich intonierte Glocke von bester Tragkraft.
Glocke III: Schutzengel-Glocke, in der Resonanz bestens aufquellend, wirklich singende Glocke, obertönig aufgehellt, im klanglichen Timbre mild beseelt und warm.
Das Gloria-Motiv aller drei Glocken tritt außerordentlich klar und leuchtkräftig hervor. Das Dreigeläute von Sumpfohren gibt sicherlich auf dem Turm ein Terzett voller Frische und klanglicher Ausgeglichenheit, ein harmonisches Geläute von gutem Volumen und zugleich warmer Beseeltheit.“
Glocke III: Schutzengel-Glocke, in der Resonanz bestens aufquellend, wirklich singende Glocke, obertönig aufgehellt, im klanglichen Timbre mild beseelt und warm.
Das Gloria-Motiv aller drei Glocken tritt außerordentlich klar und leuchtkräftig hervor. Das Dreigeläute von Sumpfohren gibt sicherlich auf dem Turm ein Terzett voller Frische und klanglicher Ausgeglichenheit, ein harmonisches Geläute von gutem Volumen und zugleich warmer Beseeltheit.“
Musikalische und technische Daten
| Gießer | Gussjahr | Material | ∅ in mm | kg | Nominal | |
| 1 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1957 | Bronze | 1060 | 780 | fis‘+2 |
| 2 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1957 | Bronze | 971 | 606 | gis‘ |
| 3 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1957 | Bronze | 800 | 333 | h‘+2 |
| 4 | B. Grüninger, Villingen | 1927 | Bronze | | | cis‘‘+7 |