Kath. Pfarrkirche St. Trudpert (ehem. Klosterkirche) in Münstertal-Obermünstertal Münstertal/Schwarzwald
Die Pfarrkirche St. Trudpert im Münstertal verfügt über ein insgesamt siebenstimmiges Geläut. Das Kerngeläute der ehemaligen Klosterkirche, bestehend aus den Glocken 2, 3, 4 und 5, wurde im Jahre 1952 von der Glockengießerei Hamm in Frankenthal hergestellt. Die Glocke 1 und 7 wurden im Jahr 2000 von der Karlsruher Glocken- und Kunstgießerei hinzugegossen. Die historische Glocke 6 stammt aus dem Jahre 1656, gegossen von Joh. Rosier od. Claudius Levécourt in Lothringen. In der Melodielinie erklingt ein erweitertes Salve Regina Motiv.
In einem massiven, mittig in den Eingangsgiebel gestellten Glockenturm hängen die Glocken an Holzjochen in einem Holzglockenstuhl. Die hallenartige Glockenstube verfügt über einen achteckigen Grundriss.
Der Turm ist oberhalb des Glockenstuhls auf vier Seiten mit Uhrenzifferblättern belegt. Auf einem der Turmzwischengeschosse befinden sich noch Reste eines alten mechanischen Uhrwerks. Zwischenzeitig werden sowohl das Schlagwerk als auch die Zeigergetriebe elektromechanisch angetrieben. Die Glocken der Gießerei Hamm sind mit einem Schlagwerk ausgestattet. Hierbei übernimmt die Glocke 2 den Stundenschlag, die Glocken 3, 4 und 5 tätigen den Viertelstundenschlag.
Der ehemalige Glockeninspektor Kurt Kramer schreibt in seinem im Jahr 2002 verfassten Bericht: „(…) Wie nach der Werkprüfung in der Glockengießerei zu erwarten, sind die beiden neuen Glocken hervorragende Klanginstrumente, die durch Wärme und Ausstrahlung ihrer Tongebung überzeugen. Herauszuheben ist vor allem die h°-Glocke, deren nicht enden wollender Unterton dem ergänzten Geläute das erwünschte Fundament gibt. Den interessanten Charakter einiger Teilmotive und des Plenums bestimmt überraschend die 1656 von lothringischen Wandergießern in Münstertal gegossene c"-Glocke. Mit ihrer eigentlich sehr zurückhaltenden eigenwilligen Klangfarbe bereichert sie die meisten Teilmotive. Sehr schön klingt das Salve-Regina der vier großen Glocken, vor allem wenn es von der Tiefe her nach oben geläutet wird. Sehr schön auch der Quart-Sext Akkord dis-gis-ais erweitert durch die c"-Glocke, enharmonisch umgedeutet es-as-b-c. (…)“
In einem massiven, mittig in den Eingangsgiebel gestellten Glockenturm hängen die Glocken an Holzjochen in einem Holzglockenstuhl. Die hallenartige Glockenstube verfügt über einen achteckigen Grundriss.
Der Turm ist oberhalb des Glockenstuhls auf vier Seiten mit Uhrenzifferblättern belegt. Auf einem der Turmzwischengeschosse befinden sich noch Reste eines alten mechanischen Uhrwerks. Zwischenzeitig werden sowohl das Schlagwerk als auch die Zeigergetriebe elektromechanisch angetrieben. Die Glocken der Gießerei Hamm sind mit einem Schlagwerk ausgestattet. Hierbei übernimmt die Glocke 2 den Stundenschlag, die Glocken 3, 4 und 5 tätigen den Viertelstundenschlag.
Der ehemalige Glockeninspektor Kurt Kramer schreibt in seinem im Jahr 2002 verfassten Bericht: „(…) Wie nach der Werkprüfung in der Glockengießerei zu erwarten, sind die beiden neuen Glocken hervorragende Klanginstrumente, die durch Wärme und Ausstrahlung ihrer Tongebung überzeugen. Herauszuheben ist vor allem die h°-Glocke, deren nicht enden wollender Unterton dem ergänzten Geläute das erwünschte Fundament gibt. Den interessanten Charakter einiger Teilmotive und des Plenums bestimmt überraschend die 1656 von lothringischen Wandergießern in Münstertal gegossene c"-Glocke. Mit ihrer eigentlich sehr zurückhaltenden eigenwilligen Klangfarbe bereichert sie die meisten Teilmotive. Sehr schön klingt das Salve-Regina der vier großen Glocken, vor allem wenn es von der Tiefe her nach oben geläutet wird. Sehr schön auch der Quart-Sext Akkord dis-gis-ais erweitert durch die c"-Glocke, enharmonisch umgedeutet es-as-b-c. (…)“
Musikalische und technische Daten
| Gießer | Gussjahr | Material | ∅ in mm | kg | Nominal | |
| 1 | Karlsruher Glockengießerei | 2000 | Bronze | 1650 | 2200 | h°-4 |
| 2 | H. Hamm, Frankenthal | 1954 | Bronze | 1315 | 1200 | dis'-4 |
| 3 | H. Hamm, Frankenthal | 1954 | Bronze | 1105 | 750 | fis-2 |
| 4 | H. Hamm, Frankenthal | 1954 | Bronze | 985 | 490 | gis'-2 |
| 5 | H. Hamm, Frankenthal | 1954 | Bronze | 880 | 340 | ais'-1 |
| 6 | Rosier od. Levécourt, Lothringen | 1656 | Bronze | 755 | 260 | c''+1 |
| 7 | Karlsruher Glockengießerei | 2000 | Bronze | 720 | 200 | cis''+1 |
Audio
Glocke 1
Glocke 2
Glocke 3
Glocke 4
Glocke 5
Glocke 6
Glocke 7
Plenum
Dokumente
Video
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