Kath. Pfarrkirche St. Georg in Reichenau-Oberzell Reichenau-Oberzell
Die Pfarrkirche St. Georg auf der Insel Reichenau verfügt über ein mittelalterliches, vierstimmiges Geläut. Drei Glocken stammen aus dem 13. Jahrhundert, die vierte Glocke (bzw. Glocke 1) aus dem 15. Jahrhundert von Hans Schnabelburg.
"In dem breiten, fast behäbig wirkenden Turm von St. Georg in Oberzell haben sich drei Glocken des späten 13. Jahrhunderts erhalten. Die kleinste dieser frühen Glocken weist erstaunlicherweise noch die für Glocken des 12. und frühen 13. Jahrhunderts typische Zuckerhutform auf […]. Wie auch bei ihren beiden größeren Schwestern, wurde an ihrer Schulter eine Inschrift angebracht. Die dafür verwendeten Majuskeln sind handgeschnitten, der jeweilige Text wurde zwischen Kordeln oder Schnüre gesetzt. Diese Kordeln und Schnüre versinnbildlichen ebenso wie die Texte die apotropäische Bedeutung der Glocken, eine Bedeutung, die sie im Volksglauben bis heute nicht verloren haben.’’ (Zitat aus: Kramer Kurt und Leusch, Frank T.: „ Die Glockenlandschaft der Insel Reichenau“, erschienen in: „Klosterinsel Reichenau im Bodensee: Unesco Weltkulturerbe. Arbeitsheft 8“, herausgegeben vom Landesdenkmalamt BW, Stuttgart 2001; S. 85f)
Musikalische und technische Daten
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| Gießer | Gussjahr | Material | Ø in mm | kg | Nominal |
| 1 | Hans Schnabelburg | 1436 | Bronze | 1220 | 1225 | fis’+8 |
| 2 | unbezeichnet | 13. Jh. | Bronze | 850 | 380 | c’’+7 |
| 3 | unbezeichnet | 13. Jh. | Bronze | 770 | 247 | d’’+8 |
| 4 | unbezeichnet | 13. Jh. | Bronze | 500 | 85 | cis’’’+1 |
Glocke 1
Glocke 2
Glocke 3
Glocke 4
Quartett