Die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Litzelstetten verfügt über ein insgesamt fünfstimmiges Geläut. Die Glocken 2, 3, 4 und 5 wurden im Jahr 1953 von der Glockengießerei Friedrich Wilhelm Schilling in Heidelberg gegossen. Sie erklingen für sich im sogenannten Salve Regina-Motiv. Die große Glocke 1 wurde im Jahr 2002 von der Karlsruher Glockengießerei, dem Glockengießer Perner hinzugegossen. Sie steht im Intervall einer Quarte unter der Glocke 2.
Der mittelalterliche Glockenturm stellt den baulichen Rest des historischen Kirchengebäudes dar. Die Glocken hängen in einem neueren Douglasienholzglockenstuhl mit zwei Gefachen.
Der Turm ist auf den zwei Giebelseiten mit Uhrenzifferblättern belegt. Die Glocken 2. 3 und 4 sind mit einem Schlagwerk ausgestattet. Hierbei übernimmt die Glocke 2 den Stundenschlag, die Glocken 3 und 4 übernehmen den Viertelstundenschlag. Auf einem der Turmzwischengeschosse steht ein aktives mechanisches Räderuhrwerk der Firma Schneider aus Schonach. Es ist sehr gepflegt und befindet sich in einem einwandfreien Zustand.
Der ehemalige Glockensachverständige der Erzdiözese, Kurt Kramer schreibt in seinem im Jahr 2005 verfassten Abnahmegutachten: „Das vorhandene Geläute hat durch die Geläuteergänzung an musikalischer Qualität und Ausstrahlungskraft deutlich hinzugewonnen. Das Geläute klingt sonorer und ist, die dieser Kirche gemäße Stimme. Die große Glocke ist ein sehr schönes Klanginstrument, das durch Wärme und Klangfülle und einen fundierten Unterton überzeugt.“
Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul in Litzelstetten Litzelstetten
Musikalische und technische Daten
| Gießer | Gussjahr | Material | ∅ in mm | kg | Nominal | |
| 1 | Karlsruher Glockengießerei | 2002 | Bronze | 1205 | 986 | e'+3 |
| 2 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1953 | Bronze | 890 | 478 | a'+4 |
| 3 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1953 | Bronze | 690 | 220 | cis''+4 |
| 4 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1953 | Bronze | 600 | 149 | e''+4 |
| 5 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1953 | Bronze | 530 | 104 | fis''+4 |