Die Pfarrkirche St. Ägidius in St. Ilgen verfügt über ein vierstimmiges Geläut. Die Glocken 2, 3 und 4 stammen aus der Glockengießerei F. W. Schilling und wurden im Jahr 1969 in Heidelberg gegossen. Die von dem verstorbenen Künstler Michael Münzer gezierte große Glocke 1 wurde von der Karlsruher Glockengießerei im Zusammenhang mit dem Umbau der Pfarrkirche im Jahr 1994 hinzugegossen. In der Melodielinie erklingt das erweiterte Te Deum-Motiv.
In einem mittig über den Eingangsgiebel der Pfarrkirche gestellten, gezimmerten Glockenturm hängen die Glocken in einem Eichenholzglockenstuhl. Alle vier Glocken hängen über Flacheisenbeschlägen an neuen Eichenholzjochen.
Das Schilling-Geläute aus dem Jahr 1969 hat durch den Hinzuguss einer neuen c‘‘-Glocke hörbar an Musikalität und Ausstrahlungskraft gewonnen. Die neue Glocke bildet das zuvor vermisste tragende Fundament des Geläutes. Die Glockenzier bildet einen wichtigen Baustein des von Michael Münzer entwickelten künstlerischen Gesamtkonzeptes und unterstreicht die unverwechselbare Einzigartigkeit der neuen Glocke.
Kath. Pfarrkirche St. Ägidius in Leimen - St.Ilgen Leimen-St. Ilgen
Musikalische und technische Daten
|
| Gießer | Gussjahr | Material | Ø in mm | kg | Nominal |
| 1 | Karlsruher Glocken- und Kunstgießerei | 1994 | Bronze | 730 | 254 | c"+6 |
| 2 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1969 | Bronze | 594 | 150 | f"+6 |
| 3 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1969 | Bronze | 500 | 88 | as"+8 |
| 4 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1969 | Bronze | 445 | 64 | b"+6 |
Audio
Glocke 1
Glocke 2
Glocke 3
Glocke 4
Plenum
Standort
zur Karte