Kath. Pfarrkirche St. Blasius in Ostrach-Burgweiler Ostrach-Burgweiler
Die Pfarrkirche St. Blasius in Burgweiler verfügt über ein vierstimmiges Geläut. Die Glocken 1, 2 und 3 wurden im Jahr 1982 von der Glockengießerei Rincker als Ersatz für die alten Eisenhartgussglocken zu der historischen Glocke hinzugegossen. In der Melodielinie erklingt das sogenannte Idealquartett.
In einem seitlich an den Chorraum der Pfarrkirche angesetzten, massiven Glockenturm hängen die Glocken in einem Stahlglockenstuhl. Die Anlage erfuhr im Jahr 2020 eine Sanierung. Die Schallläden wurden entsprechend den Vorgaben des Beratungsausschusses für das Deutsche Glockenwesen umgearbeitet. Es liegt eine nahezu ideale Turmstubenakustik vor. Das Geläute erklingt ausgewogen und die Momente der einzelnen Klöppelanschläge sind weniger vordergründig wahrnehmbar. Beim Zusammenläuten mehrerer Glocken erklingt deutlich hörbar ein Summationston im Intervall einer kleinen Terz unterhalb des Nominals von Glocke 1.
Der Turm ist auf zwei Seiten mit Uhrenzifferblättern bestückt. Unterhalb der Glockenstube steht ein elektromechanisches Uhrwerk. Dieses betreibt sowohl das Schlagwerk als auch die Zeigergetriebe. In den Uhrenschlag sind alle vier Glocken integriert. Die Glocke 1 übernimmt hierbei den Stundenschlag, die Glocken 2, 3 und 4 den Viertelstundenschlag.
Musikalische und technische Daten
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| Gießer | Gussjahr | Material | Ø in mm | kg | Nominal |
| 1 | Gebr. Rincker in Sinn | 1982 | Bronze | 1190 | 1008 | e'±0 |
| 2 | Gebr. Rincker in Sinn | 1982 | Bronze | 1013 | 638 | g'±0 |
| 3 | Gebr. Rincker in Sinn | 1982 | Bronze | 895 | 435 | a'±0 |
| 4 | J. B. Dubois | 1789 | Bronze | 750 | ca. 250 | c"+2 |