In einem mittig über den Eingang der ehemaligen Klosterkirche gestellten massiven Glockenturm hängen die Glocken in einem Holzglockenstuhl.
Der Turm ist auf vier Seiten mit Uhrenzifferblättern bestückt. In den Uhrenschlag sind alle Glocken integriert. Die Glocken 2, 3 und 4 übernehmen den Viertelstundenschlag, die große Glocke 1 tätigt den Stundenschlag. Die Anlage verfügt noch über ein mechanisches Räderuhrwerk.
Der ehemalige Glockensachverständige, Herr Kurt Kramer, schreibt in seinem im Jahr 1982 verfassten Gutachten: „Die Hamm-Glocken aus dem Jahre 1954 sind recht gute Klanginstrumente, die es mit neueren Glocken durchaus aufnehmen können. Vor allem die große des'-Glocke besticht durch ihr Volumen und fällt durch ihren typischen rauhen aber sehr weichen Hamm'schen Klang auf. Daß das Salve-Regina-Motiv musikalisch und liturgisch nicht übermäßig viel hergibt, steht auf einem anderen Blatt. Die 4 Glocken jedenfalls gehören zu den guten Leistungen der Firma Hamm, Frankenthal.“
Bereits im Jahr 1988 wurde seitens der Pfarrei der Wunsch geäußert, das Geläute mit einer es'- und/oder des''-Glocke zu erweitern. Zur klanglichen Veranschaulichung können Klangsimulationen des erweiterten Geläutes in der Audiobox angehört werden. Aus unserer Erfahrung werden mit einem Glockenprojekt neben den aktiven Mitgliedern der Kirchengemeinde auch weite Teile der Bürgerschaft angesprochen. Der Glockenguss und die abschließende Glockenweihe stellen in unsrer Zeit ein herausragendes Ereignis im Leben einer Pfarrgemeinde dar.