Kath. Wallfahrtskirche Maria in der Tanne in Triberg Triberg
In der Melodielinie erklingt das erweiterte Gloria-Motiv.
In einem mittig vor den Eingangsgiebel der Wallfahrtskirche gestellten massiven Glockenturm, der zugleich das Eingangsportal in die Kirche bildet, hängen die Glocken in einem historischen Holzglockenstuhl.
Der Turm ist auf einer Seite mit einem recht neuen Uhrenzifferblatt belegt. Das Schlagwerk der Glocke 1 tätigt den Stundenschlag.
Der ehemalige Glockensachverständige der Erzdiözese, Kurt Kramer, schreibt in seinem im Jahr 1987 verfassten Prüfungsgutachten: „Die Geläuteergänzung für die Wallfahrtskirche in Triberg gestaltete sich sehr schwierig. Die Innenharmonie der beiden Allgeyer-Glocken ist recht problematisch, sodass es mit einigen Teiltönen der neuen Glocken Reibungen hätte geben können. Die Läuteprüfung der einzelnen Glocken sowie der verschiedenen Teilmotive haben jedoch eine alte Erfahrung bestätigt. Haben die Glocken Klang und Charakter, so sind Abweichungen im Teiltonbereich nicht von übergroßer Bedeutung. Die neuen Glocken sind sehr gute Klanginstrumente. Die Teiltöne entfalten sich flüssig zu einem für diese Rippenstärke beachtlichen Volumen. Von den beiden Allgeyer-Glocken ist die kleinere die eigentlich klangvollere, während die große Glocke durch einen herben, aber durchaus eigenständigen Klangcharakter überzeugt.“
Musikalische und technische Daten
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| Gießer | Gussjahr | Material | Ø in mm | kg | Nominal |
| 1 | Karlsruher Glockengießerei | 1986 | Bronze | 964 | 486 | gis'-2 |
| 2 | Johann Baptist Allgeyer | 1725 | Bronze | 800 | ca. 350 | ais‘-3 |
| 3 | Karlsruher Glockengießerei | 1986 | Bronze | 725 | 220 | cis"+1 |
| 4 | Johann Baptist Allgeyer | 1725 | Bronze | 630 | ca. 150 | e‘‘+1 |