Kath. Pfarrkirche St. Mauritius in St. Leon-Rot St.Leon-Rot
Im Jahr 2003 wurde das Geläute um zwei neue Bronzeglocken der Firma Bachert erweitert. Hierbei wurde eine der drei vorhandenen Stahlglocken des Bochumer Vereins (1921), die Josefsglocke, aus dem Plenum herausgenommen und eine tontiefe Christusglocke und eine neue Marienglocke gegossen. Die kleinste Glocke wurde von der Gießerei Schilling im Jahr 1973 gegossen.
Die neuen Glocken wurden von Professor Emil Wachter in wunderbarer Weise geziert. Die starke, bildnerisch künstlerische Gestaltung der Glocken mit Inschriften und Glockenzier betont die Würde dieser Glocken als Musikinstrument und macht sie zu, für den liturgischen Gebrauch bestimmten, einzigartigen Kunstwerken.
Die besondere Herausforderung bei dieser Geläuteergänzung bestand in dem außergewöhnlichen Vorhaben, ein vorhandenes Stahlgeläute mit neuen Bronzeglocken zu kombinieren. Im Vorfeld der Planungen wurden die Stahlglocken einer genauen musikalischen und technischen Qualitätsprüfung unterzogen.
Mit dieser qualitätvollen Leistung konnte unter Beweis gestellt werden, dass die Sanierung und Ergänzung eines Stahlgeläutes möglich ist und im vorliegenden Fall zu einem sehr guten Gesamtergebnis führen kann.
Nunmehr können neben dem Vollgeläut die unterschiedlichsten Kombinationen von Duetten, Terzetten und Quartetten erklingen.
Die Vielzahl der Kombinationsmöglichkeiten sollte unter Berücksichtigung der unterschiedlichen liturgischen Bedürfnisse in eine differenzierte Läuteordnung aufgenommen werden.
Die fünf Glocken hängen in einem neuen Holzglockenstuhl aus Eichenholz.
Die Glocken 1 bis 4 sind in den Uhrenschlag integriert. Glocke 1 übernimmt den Stundenschlag.
Musikalische und technische Daten
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| Gießer | Material | Gussjahr | kg | Ø in mm | Nominal |
| 1 | Bachert, Karlsruhe | Bronze | 2003 | 1703 | 1456 | cis’+1 |
| 2 | Bochumer Verein | Stahl | 1921 | 1100 | 1430 | dis’ |
| 3 | Bochumer Verein | Stahl | 1921 | 650 | 1200 | fis’ |
| 4 | Bachert, Karlsruhe | Bronze | 2003 | 505 | 970 | gis’+3 |
| 5 | F. W. Schilling | Bronze | 1973 | 430 | 880 | ais’+4 |