In einem seitlich an den Chorraum der Kirche gestellten, massiven Glockenturm hängen die Glocken in einem in den historischen Bestand eingefügten Holzglockenstuhl. Der aus dem Jahr 1436 stammende, etwa 4 m tiefer im Turmschaft gelagerte Glockenstuhl dient als Unterbau für die neue Stuhlkonstruktion.
Der Turm ist auf zwei Seiten mit Uhrenzifferblättern bestückt. In den Uhrenschlag sind die Glocken 1, 2, 3 und 4 integriert. Die Glocke 1 übernimmt den Stundenschlag, die Glocken 2, 3, 4 tätigen den Viertelstundenschlag. Auf einem der Turmzwischengeschosse steht ein stillgelegtes mechanisches Uhrwerk, dessen Reaktivierung aus denkmalpflegerischer Sicht anzustreben wäre.Das nunmehr sechsstimmige Geläute ermöglicht mit einer Vielzahl von Teilmotiven einen auf die liturgischen Bedürfnisse abgestimmten Gebrauch der Glocken.