Kath. Filialkirche Mariä Himmelfahrt in Salem-Leutkirch Salem

Die Filialkirche Mariä Himmelfahrt in Leutkirch verfügt über ein sechsstimmiges Bronzegeläut. Die große Glocke 1 wurde von F. A. Grieshaber im Jahr 1757 gegossen und ist mit drei Reliefs des Hl. Sebastian geziert, welche ein Jahr später von Johann Scheichel für die Johannesglocke des Salemer Geläuts wiederverwendet wurden. Die von Bruder Michael Reuter in Maria Laach gegossenen Glocken 5 und 6 konnten im Zusammenhang mit der im Jahr 2015 durchgeführten Turm- und Geläutesanierung in das Geläute aufgenommen werden.
In einem seitlich an den Chorraum der Kirche gestellten, massiven Glockenturm hängen die Glocken in einem in den historischen Bestand eingefügten Holzglockenstuhl. Der aus dem Jahr 1436 stammende, etwa 4 m tiefer im Turmschaft gelagerte Glockenstuhl dient als Unterbau für die neue Stuhlkonstruktion.

Der Turm ist auf zwei Seiten mit Uhrenzifferblättern bestückt. In den Uhrenschlag sind die Glocken 1, 2, 3 und 4 integriert. Die Glocke 1 übernimmt den Stundenschlag, die Glocken 2, 3, 4 tätigen den Viertelstundenschlag. Auf einem der Turmzwischengeschosse steht ein stillgelegtes mechanisches Uhrwerk, dessen Reaktivierung aus denkmalpflegerischer Sicht anzustreben wäre.Das nunmehr sechsstimmige Geläute ermöglicht mit einer Vielzahl von Teilmotiven einen auf die liturgischen Bedürfnisse abgestimmten Gebrauch der Glocken.

Musikalische und technische Daten

 

Gießer

Gussjahr

Material

kg

Ø in mm

Nominal

1

F. A. Grieshaber II

1757

Bronze

1140

860

f’+5

2

F. W. Schilling

1953

Bronze

1010

700

as’+5

3

F. W. Schilling

1953

Bronze

890

477

b’+4

4

Benjamin Grüninger

1928

Bronze

755

250

c’’+6

5

Glockengießerei Maria Laach

2005

Bronze

211

 

es"+8

6

Glockengießerei Maria Laach

2005

Bronze

137

 

f"+7

 
Audio

Glocke 1

Glocke 2

Glocke 3

Glocke 4

Glocke 5

Glocke 6

Plenum (nach der Sanierung, incl. Glocken 5 und 6)

Plenum (vor der Sanierung, ohne Hinzuguss der beiden Glocken)

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Standort
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