Kath. Pfarrkirche St. Valentin in Lottstetten Lottstetten
Die Pfarrkirche St. Valentin in Lottstetten verfügt über ein insgesamt fünfstimmiges Geläut. Die kleine Glocke 5 stammt noch von der Gießerei Grüninger, die Glocken 1–4 stammen vom Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation. Die Glocken 1–4 tragen Inschriften. Glocke 1 ist die Christusglocke, Glocke 2 die Marienglocke, Glocke 3 die Josefsglocke und Glocke 4 die Sebastianglocke.
Die Läuteanlage der Kirche wurde 2012 saniert.
In einem seitlich an den Chorraum angestellten massiven Glockenturm hängen die fünf Glocken in einem neuen Lärchenholzglockenstuhl. Die Glocken sind über Bandeisenbeschläge an neuen Eichenholzjochen aufgehängt und erhielten einen neuen Klöppelsatz, wobei die Stahlglocken zusätzlich mit neuen Bronzepuffern ausgestattet wurden.
Die Läuteanlage in Lottstetten ist ein Paradebeispiel dafür, wie gut und zielführend die Sanierung eines Stahlgeläutes, welches natürlich gewisse klangliche Einbußen mit sich bringt, gelingen kann. Die Klangentfaltung des Geläutes ist jetzt deutlich weicher und angenehmer als zuvor. Besonders erwähnenswert ist, dass die alte Grüninger-Glocke nicht mehr vom Geläute zugedeckt wird, sondern annähernd gleichberechtigt im Plenum erklingt.
Der Turm verfügt auf allen vier Seiten über Zifferblätter, wobei die Zahlen in römischen Ziffern erneuert wurden. Auf einem der Turmzwischengeschosse ist noch der Rest eines alten Räderuhrwerks aufgestellt. In den Uhrenschlag, welcher komplett mit einem neuen Schlagwerk ausgestattet ist, sind alle Glocken eingebunden. Den Viertelstundenschlag übernehmen die Glocken 2–5, den Stundenschlag die große Glocke 1.
Musikalische und technische Daten
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| Gießer | Gussjahr | Material | Ø in mm | kg | Nominal |
| 1 | Bochumer Verein | 1921 | Stahl | 1670 | 1750 | c’+6 |
| 2 | Bochumer Verein | 1921 | Stahl | 1430 | 1080 | dis’+5 |
| 3 | Bochumer Verein | 1921 | Stahl | 1240 | 750 | fis’+4 |
| 4 | Bochumer Verein | 1921 | Stahl | 1030 | 430 | a’+5 |
| 5 | Benjamin Grüninger | 1898 | Bronze | 830 | 350 | h’+8 |