Die Schlosskirche St. Marien auf der Insel Mainau verfügt über ein fünfstimmiges Geläut. Darunter befinden sich drei historische Glocken und eine Glocke der Karlsruher Glockengießerei aus dem Jahr 1998. 2009 wurde von der Glockengießerei Perner im Auftrag der gräflichen Familie eine neue a’’-Glocke gegossen.
Die fünf Glocken hängen in einem im Jahr 1999 neu errichteten Holzglockenstuhl.
Die neue a''-Glocke bereichert das seitherige vierstimmige Geläute. Sie verleiht dem heterogenen Geläute Strahlkraft und Brillanz. Nunmehr bilden die modernen Glocken 1 und 5 einen musikalischen Rahmen für das historische Dreiergeläut. Neben dem Plenum können die unterschiedlichsten Kombinationen von Duetten, Terzetten und Quartetten erklingen. Besonders eindrucksvoll erklingt der Dominantseptakkord der Glocken 2–3–4–5. Die Vielzahl der Kombinationsmöglichkeiten sollte unter Berücksichtigung der unterschiedlichen liturgischen Bedürfnisse in einer differenzierten Läuteordnung aufgenommen werden.
Die Anlage verfügt über einen Magnetschlaghammerwerk. In den Uhrenschlag integriert sind die Glocken 1, 2, 3 und 4.
Kath. Schlosskirche St. Marien Insel Mainau Insel Mainau
Musikalische und technische Daten
| Gießer | Gussjahr | Material | ∅ in mm | kg | Nominal | |
| 1 | Karlsruher Glockengießerei | 1998 | Bronze | 1139 | 846 | fis'-7 |
| 2 | L. Rosenlecher, Konstanz | 1752 | Bronze | 880 | 480 | h'-5 |
| 3 | Nicolaus Oberacer, Konstanz | 1509 | Bronze | 730 | 290 | dis''+2 |
| 4 | Nicolaus Oberacer, Konstanz | 1506 | Bronze | 570 | 125 | fis''-5 |
| 5 | Perner, Passau | 2009 | Bronze | a''-2 |
Audio
Glocke 1
Glocke 2
Glocke 3
Glocke 4
Glocke 5
Plenum (nach der Sanierung)
Plenum (vor der Sanierung)
Dokumente
Standort
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